Jägerprüfung mit Folgen
Mein Mann wollte unbedingt in den Jägerverein eintreten. Er liebte das Jagen, es war seine Leidenschaft. Ich war dagegen, denn mir taten die armen Tiere sehr leid. Er behandelte es als einen Sport, bei dem man sich mit seinen Kumpels treffen kann und im Wald herumspazieren und sich auch etwas dabei schießen. Ich konnte seine Meinung aber nicht teilen. Meinen Mann erwartete eine Jägerprüfung auf die er sich sehr lange vorbereitet hatte. Er fuhr also hin und ich drückte die Daumen, aber nicht dass er sie besteht, sondern dass er nicht aufgenommen wird. Ich sagte es ihm ins Gesicht. Er machte ein komisches Gesicht und fuhr hin. Abends rief er mich dann aus dem Krankenhaus an. Er erzählte mir, dass es bei der Jägerprüfung einen Unfall gab - ein Kollege hatte einen anderen angeschossen. Er wusste nicht, wie das passieren konnte. Die Jägerprüfung wurde deswegen selbstverständlich abgebrochen und auf einen anderen Termin verschoben. Ich fühlte mich erleichtert, dass meinem Mann nichts passiert war und bat ihn, es sich noch mal zu überlegen. Er aber hielt an seinem Entschluss fest. Ich konnte ihn wirklich nicht umstimmen. Der Kollege wurde wieder gesund und nahm zusammen mit meinem Mann wieder an der Jägerprüfung teil.