Das Wilhelm-Tell-Sage

Vor langer Zeit war die Schweiz ein Teil des Deutschen Reiches. Damals regierten in den Dörfern und Städten der Schweiz die Leute des deutschen Kaisers. Einige von ihnen waren sehr streng und ungerecht, wie zum Beispiel ein Mann mit Namen Gessler. Während dieser Zeit waren die Schweizer sehr unzufrieden und sehnten sich nach der Freiheit. Eines Tages wollte Gessler dem Volk wieder einmal seine Macht zeigen. Er hängte seinen Hut auf eine Stange, und alle Schweizer mussten diesen Hut grüssen. Wilhelm Tell, ein mutiger Mann, machte nun aber genau das nicht: Er grüsste den Hut nicht. So etwas durfte natürlich nicht passieren. Tell musste mit seinem kleinen Sohn zu Gessler kommen. Gessler sagte zu Teil: "Man erzählte dass du gut schießen kannst. Schau, ich lege einen Apfel auf den Kopf deines Sohnes. Jetzt zeigte einmal, wie gut du wirklich bist, und schieß deinem Kind den Apfel vom Kopf! Tell antwortete: Das mache ich nicht- ich schieße nicht. Töte lieber mich! Tell hatte Waffenschein. Er konnte sehr gut schießen. Aber Gessler bliebt hart: Schiess, oder ich töte dich und deinen Sohn! Trotz seiner Angst musste Teil die Aufgabe von Gessler erfüllen. Tell betete kurz, und Gott half ihm: Teil konnte den Apfel vom dem Kopf seines Sohnes schießen und wurde so zum Helden aller Schweizer.